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Basenfasten - So entsäuern Sie Ihren Körper!

Basenkuren erfreuen sich in letzter Zeit immer größer werdender Beliebtheit. Sie sollen durch den Verzicht auf Säuren und der gezielten Aufnahme von Basen dem Organismus dabei helfen den körpereigenen Säure-Basen-Haushalt auszugleichen. Was ist dran am Thema Übersäuerung und wie sinnvoll sind Basenfastenkuren?
VitalNatura klärt Sie auf.
So funktioniert unser Säure-Basen-Haushalt
Der menschliche Organismus besteht zum größten Teil aus Flüssigkeiten, die alle einen bestimmten pH-Wert haben. Dieser Wert zeigt an, wie sauer oder wie basisch eine Flüssigkeit ist. Die Flüssigkeit in unserem Magen, die sogenannte Magensäure, beispielsweise hat einen sehr niedrigen pH-Wert und ist damit sehr sauer. Unser Blut hingegen ist mit einem pH-Wert zwischen 7,35 und 7,45 wesentlich basischer. Doch was hat das mit meinem Wohlbefinden zu tun?
| pH-Wert | ||
| 0 | stark sauer | |
| 1 | ||
| 2 | ||
| 3 | sauer | |
| 4 | ||
| 5 | schwach sauer | |
| 6 | ||
| 7 | neutral | |
| 8 | ||
| 9 | schwach basisch | |
| 10 | ||
| 11 | basisch | |
| 12 | ||
| 13 | ||
| 14 | stark basisch |
Eine ausgewogene Balance zwischen Säuren und Basen in unserem Körper ist ein wichtiger Faktor für unsere Gesundheit. Wird unser Organismus mit Säuren überlastet, reagieren vor allem unsere Ausscheidungsorgane. Die Verdauung läuft nicht mehr wie gewohnt rund und die Haut bildet Pickel oder Pusteln. Die häufigsten Auslöser für eine Übersäuerung:
- Koffein (Kaffee)
- Nikotin (Zigaretten)
- Zucker
- Fetthaltige Speisen
- Einseitige Ernährung
- Künstliche Konservierungsmittel, Farbstoffe und Aromen
- Bewegungsmangel
- Körperlicher oder geistiger Stress
Achtung! Nicht verwechseln: Sauer ist nicht gleich sauer.
Saure Lebensmittel wirken nicht zwangsläufig sauer im Körper. Zitronen werden beispielsweise häufig zum sauren Obst gezählt. Zu unrecht! Im Körper wird die Zitronensäure nämlich basisch verstoffwechselt, wirkt sich also positiv auf unseren Säure-Basen-Haushalt aus. Während den meisten Basenkuren erhalten Sie eine Liste mit Lebensmitteln die basisch und solchen die sauer verstoffwechselt werden.
Wie kann Basenfasten gegen eine Übersäuerung helfen?
Ziel einer Basenkur ist in aller erster Linie die Wiederherstellung einer gesunden Balance zwischen Säuren und Basen in unserem Körper. Zwei ganz einfache Grundprinzipien helfen dabei: weniger Säuren und mehr Basen. Ein gesundes Verhältnis (auch ausserhalb von Basenfastenkuren) liegt bei 80% Basen und 20% Säuren.

Mit Hilfe von leckeren basischen Rezepten wird die Kur zu einem echten Genuss, denn auch wenn es der Begriff Fasten nahelegen würde – während der Kur darf weiterhin gegessen werden. Welche Lebensmittel sauer oder basisch im Körper wirken, haben wir hier kompakt und übersichtlich zusammengefasst.
Entsäuerung und Entschlackung von innen
Neben einer basischen Ernährung mit viel Gemüse und Obst, können Sie Ihren Körper mit Hilfe eines Entschlackungstees beim Abbauen von Altlasten unterstützen. Achten Sie zusätzlich auf genügend Mineralien und Spurenelemente, um einen natürlichen Säurepuffer zu bilden. Da vor allem der Darm unter einer Übersäuerung leidet, helfen probiotische Pulver dabei, die oft verkümmerten Darmzotten neu aufzubauen und zu besiedeln. Achten Sie aber bitte darauf, dass das Pulver aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht.
Entsäuerung und Entschlackung von aussen

Neben dem Darm hat natürlich auch unser größtes Organ, die Haut, unter der ständigen Säurebelastung gelitten. Basische Bäder unterstützen beim Entschlacken von aussen und regen den Stoffwechsel an, was sich bei regelmäßigen Anwendungen positiv auf unser Gewicht auswirken kann. Basenbäder sind ein sehr einfaches, aber hocheffektives Mittel zur Entsäuerung und sind seit jeher fester Bestandteil von Basenfastenkuren.
Basisches Badesalz sorgt dafür, dass das Wasser in einen hoch basischen ph-Wert wechselt, ganz so wie das Fruchtwasser, in dem wir 9 Monate lagen und dass für diese unwiderstehlich zarte Babyhaut sorgt. Positiver Nebeneffekt: das Bindegewebe wird gestrafft und gestärkt, Pilze haben in dem basischen Millieu keine Chance und Körpergerüchen wird der Kampf angesagt.
Sie haben keine Badewanne? Kein Problem: Mit basischen Wickeln erzielen Sie mindestens genauso positive Ergebnisse. Legen Sie dazu Handtücher für etwa 2 bis 3 Minuten in warmes, basisches Wasser und wickeln Sie anschließend die Tücher um Beine, Arme, Bauch oder Oberkörper. Bereits 20 bis 30 Minuten später fühlen Sie die wunderbaren Ergebnisse der Wickel. Die Haut fühlt sich straffer und jünger an.
Fasten, Heilfasten, Basenfasten - Wo liegt der Unterschied?

Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Kuren. Ob als Wellnessurlaub oder für zuhause, die Auswahl kann oft erdrückend wirken. Der größte Unterschied zwischen klassischen Fastenkuren und Basenfasten liegt vor allem darin, dass während dem "normalen" Fasten komplett auf das Essen verzichtet wird. Ihnen wird zwar eine reinigende Wirkung nachgesagt, zahlreiche Studien haben aber inzwischen belegt, dass das mehrwöchige Hungern dem Körper sehr viel abverlangt.
Während körperlich schwächere Menschen gar nicht Fasten dürfen, haben vermeintlich stärkere Personen mit dem berühmten Jojo-Effekt zu kämpfen. Das heisst: was dem Körper während den Strapazen gefehlt hat, holt er sich ganz einfach nach der Kur.
Basenfastenkuren hingegen sollen dabei helfen, den Spaß und die Freude am Essen wiederzuentdecken. Um den Säure-Basen-Haushalt wieder auszugleichen und Gifte aus dem Körper zu leiten, wird während der Kur komplett auf Säure bildende Lebensmittel und Gewohnheiten verzichtet. Spaß und Lebensfreude, statt Hunger und Frust also!